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Fußball
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Fußball ist eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antreten, mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen. Die Spielzeit ist ĂŒblicherweise zweimal 45 Minuten, zuzĂŒglich Nachspielzeit sowie gegebenenfalls VerlĂ€ngerung und/oder Elfmeterschießen. Eine Mannschaft besteht in der Regel aus elf Spielern, von denen einer der Torwart ist. Der Ball darf mit dem ganzen Körper gespielt werden mit Ausnahme der Arme und HĂ€nde; vorwiegend wird er mit dem Fuß getreten. Nur der Torwart (innerhalb des eigenen Strafraums) – bzw. die Feldspieler beim Einwurf – dĂŒrfen den Ball mit den HĂ€nden berĂŒhren.

Der Erfolg des Fußballs beruht zum Ersten auf seiner Einfachheit. Der Aufwand fĂŒr Mittel und AusrĂŒstung ist relativ gering (siehe z. B. Straßenfußball), wodurch er auch in vielen EntwicklungslĂ€ndern sehr populĂ€r wurde, und er ist fĂŒr Neulinge und Zuschauer leicht verstĂ€ndlich. Zum Zweiten fallen im Vergleich zu anderen Ballsportarten relativ wenig Tore, weshalb eine einzige Szene, eine (Fehl-)Entscheidung des Schiedsrichters oder auch GlĂŒck ein Spiel entscheiden können, was die Chancen fĂŒr Außenseiter erhöht.cite-ref-1[1]cite-ref-2[2] Der Einfachheit wurde jedoch in neuerer Zeit entgegengewirkt, mit immer komplizierteren Regularien (u. a. Änderung der Abseitsregel) und im Spitzenfußball mit immer grĂ¶ĂŸerem technischen Aufwand (Videobeweis), der zu einem „gerechteren“ Fußball fĂŒhren soll, aber den Spielfluss einschrĂ€nkt.

Fußball entstand in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien und breitete sich ab den 1880er und 1890er Jahren in Kontinentaleuropa und anderen Kontinenten aus. Er gilt als weltweit beliebteste Mannschaftssportart. Im Gegensatz zu anderen, auf kleineren Feldern gespielten Sportarten wie z. B. Hallenhandball, konnte mit Fußball das große Feld innerhalb von Leichtathletikanlagen attraktiv bespielt werden. Diese „Kampfbahnen“ waren infolge von Turnbewegung und Wiederbelebung der antiken Olympischen Spiele vorhanden, es konnten regelmĂ€ĂŸig sehr große Zuschauermengen angezogen und untergebracht werden, mit entsprechenden Einnahmen. Daher entwickelten sich Spitzenklubs und professioneller Mannschaftssport insbesondere in großen StĂ€dten und Metropolen weltweit im Fußball, in den USA dagegen im Baseball und American Football. Die PopularitĂ€t stieg zwischen den Weltkriegen mit RadioĂŒbertragungen, spĂ€ter mit Fernsehberichten.

Contents

‱ Geschichte
‱ Regeln
‱ Taktik
‱ Bedeutung
‱ Faszination
‱ Inklusion
‱ Doping
‱ Sprache
‱ Filme
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geschichte

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Hauptartikel

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Geschichte des Fußballs

FrĂŒhe Formen des Spiels

Im zweiten Jahrtausend v. Chr. wurde in China ein fußballĂ€hnliches Spiel namens Cuju (Ts’u-chĂŒ) („cu“ = mit dem Fuß stoßen; „ju“ = Ball) ausgetragen. Über die damaligen Regeln des Spiels ist nichts bekannt. Jedoch gilt als sicher, dass es als militĂ€risches Ausbildungsprogramm zum Training der Soldaten durchgefĂŒhrt wurde. WĂ€hrend der Zhou-Dynastie breitete sich das Sportspiel auch im Volk aus, und man versuchte, durch Regeln Gewalt und Ruppigkeit einzugrenzen. Der Ball war aus LederstĂŒcken zusammengenĂ€ht und mit Federn und Tierhaaren ausgestopft. In der Qin- bis zur Sui-Dynastie wurde das Fußballspiel immer beliebter. Zwischen den Jahren 220 und 680 wurden der luftgefĂŒllte Ball erfunden und erstmals Fußballregeln (Tore, TorhĂŒter und SpielfĂŒhrer) festgehalten. Etwa 100 Jahre spĂ€ter geriet das Spiel jedoch wieder in Vergessenheit.

Aus dem Kulturkreis des antiken Griechenland sind Abbildungen von Ballspielen auf Reliefs und Vasen erhalten, vornehmlich aus Sparta, wo die KörperertĂŒchtigung einen hohen Stellenwert hatte. Auch die Römer der Antike kannten Ballsportarten, die wie das chinesische Cuju u. a. in einem militĂ€rischen Kontext gespielt wurden.cite-ref-ballsportquelle-antikes-rom-3-0[3]

Der tĂŒrkische Gelehrte Mahmud al-KāschgharÄ« beschreibt in seinem Buch dÄ«wān lughāt at-turk, dass im 11. Jahrhundert unter den im mittelasiatischen Raum lebenden Turkvölkern ein Spiel namens TepĂŒk (alttĂŒrkisch fĂŒr: Tritt bzw. Fußtritt) große Beliebtheit genoss.cite-ref-4[4]

Im FrĂŒhmittelalter wurde in England eine frĂŒhe Art des heutigen Fußballspiels praktiziert, bei der Bewohner zweier Ortschaften versuchten, einen Ball durch das gegnerische Stadttor zu befördern. Das „Spielfeld“ lag immer zwischen zwei Orten, selbst wenn diese mehrere Kilometer auseinanderlagen.

Mit der Entdeckung Amerikas kamen die EuropĂ€er mit den alten Ballspielen Mittelamerikas in BerĂŒhrung, die eine lange Tradition ĂŒber verschiedene Kulturen besaßen, teilweise eine religiöse oder gerichtliche Funktion hatten und in befestigten Stadien ausgetragen wurden.

Auch wenn England als das „Mutterland des Fußballs“ gilt, so gab es auch in Frankreich und Italien schon mit dem Treibballspiel verwandte Kampfspiele. Seit dem 15. Jahrhundert wird in Florenz der Calcio Storico praktiziert, eine Art Fußballspiel, bei dem es recht rĂŒde zugehen kann. Scaino schrieb 1555:

„Dem LĂ€ufer, der mit dem Ball in der Hand das Feld durchlĂ€uft, sollen irgendwelche KrĂ€ftigen Platz schaffen, damit ihr Mann ungehindert freien Durchgang habe. Sieht er sich aber von einer großen Schar angegriffen, so soll er im Lauf nachlassen und 
 den Ball stoßen, und zwar wird er das schneller mit dem Stoße des Fußes als in anderer Weise können, da ein Stoß in dieser Weise sicherer ist.“

Scaino legte aber auch die PlatzgrĂ¶ĂŸe fest (der Kirchplatz vor Santa Croce (Florenz) = ca. 100 × 50 m), bestimmte, dass Tore entscheiden (und nicht das schöne Spiel oder das besonders schöne Outfit) und dass das Spiel vom normalen Leben ausgegrenzt ist (UnterstellungsverhĂ€ltnisse des realen Lebens gelten nicht auf dem Platz, d. h. der Herr kann dem Diener nicht befehlen, ihm den Ball zu geben).

Die Wurzeln des Fußballs im 19. Jahrhundert

Im Jahr 1848 verfassten Studenten der UniversitĂ€t Cambridge die ersten Fußballregeln. Danach bestand eine Mannschaft aus 15 bis 20 Spielern. Im Jahr 1857 grĂŒndeten Cricketspieler mit dem FC Sheffield den ersten offiziellen Fußballverein der Welt. England gilt deswegen heute als das „Mutterland des Fußballs“, auch deshalb, weil hier mit der 1863 in London gegrĂŒndeten Football Association (FA) der erste Fußballverband entstand, ein umfassendes Regelwerk geschaffen sowie die Entwicklung der Sportart nachhaltig gefördert wurde.

Die Bezeichnung Soccer als englische Bezeichnung fĂŒr Fußball leitet sich von der Bezeichnung Association Football fĂŒr die Sportart ab, die als Gegensatz zu Rugby geprĂ€gt wurde, im Sinne von Fußball nach den Regeln der Football Association zu spielen.cite-ref-5[5]

1866 wurde die Abseitsregel eingefĂŒhrt, im Sheffield Code wurden die Regeln um den Eckball und den Freistoß erweitert. 1870 begrenzte die FA die Zahl der Spieler auf elf. Ein Jahr spĂ€ter verbot der englische Fußballverband allen Feldspielern das Handspiel, nur der Torwart durfte noch den Ball in der eigenen HĂ€lfte mit der Hand spielen, hatte ihn aber nach zwei Schritten wieder freizugeben. 1872 wurde eine einheitliche BallgrĂ¶ĂŸe festgesetzt. Mit diesen Regeln wurde das Fußballspiel vom damals noch deutlich weiter verbreiteten Rugby immer weiter abgegrenzt.

1872 wurde das erste offizielle LĂ€nderspiel in Glasgow zwischen Schottland und England ausgetragen (Endstand 0:0). Im selben Jahr wurde mit dem FA Cup der erste nationale Fußballwettbewerb eingefĂŒhrt, zwei Jahre spĂ€ter der Fußballschiedsrichter, der das Spiel als Unparteiischer leitete.

1878 fand das erste Spiel bei elektrischer Beleuchtung (durch sogenannte Flutlichter) in Sheffield an der Bramall Lane statt. Ein Jahr spĂ€ter wurde die erste Profiliga in England gegrĂŒndet (erster Meister war Preston North End). Im Jahr 1891 wurde in Irland der Elfmeter ins Reglement aufgenommen. Seit 1897 kann ein Entscheidungsspiel bei einem Unentschieden verlĂ€ngert werden. Zwei Jahre spĂ€ter erlaubte der englische Verband in England den bezahlten Vereinswechsel, zunĂ€chst allerdings nur zu einem Höchstbetrag von zehn Pfund.

Im Kontinentaleuropa konnte sich der Fußball zuerst in der Schweiz durchsetzen. In der Genferseeregion wurde von EnglĂ€ndern, die an dortigen Privatschulen studierten, ab ungefĂ€hr 1855 der Fußball eingefĂŒhrt.cite-ref-6[6]cite-ref-0-7-0[7] Der Ă€lteste noch bestehende Klub, der 1879 ebenfalls von englischen Studenten gegrĂŒndete FC St. Gallen, spielte anschließend eine zentrale Rolle bei administrativen Fragen rund um den Fußball.cite-ref-0-7-1[7] Von der Schweiz aus wurde der Fußball in die umliegenden LĂ€nder exportiert. Der von Schweizern gegrĂŒndete Stade HelvĂ©tique Marseille wurde 1909 französischer Meister; die Mannschaft bestand aus 10 Schweizern und einem EnglĂ€nder. Der FC Barcelona wiederum wurde vom Schweizer Joan Gamper gegrĂŒndet.

1895 formierten elf Schweizer Klubs, darunter UniversitÀt-Teams bestehend aus britischen Spielern, den Schweizerischen Fussballverband. Dieser trug die erste Schweizer Meisterschaft in der Saison 1897/1898 unter dem Sponsor La Suisse Sportive, einer welschen Sportzeitung, aus.

In Deutschland befand sich das Fußballspiel zur gleichen Zeit noch in den Kinderschuhen. Erstmals hatte es der Gymnasiallehrer Konrad Koch 1874 am Martino-Katharineum in Braunschweig eingefĂŒhrt. Koch selbst war zeit seines Lebens ein AnhĂ€nger des Rugbyspiels. Sein Biograph Malte Oberschelp betont, Koch habe nicht Fußball in Deutschland eingefĂŒhrt, sondern Rugby. Deshalb ließ er seine SchĂŒler auch diese Variante des Fußballs mit Aufnehmen des Balles mit den HĂ€nden spielen.cite-ref-8[8] Im westlichen Rheinland brachten ansĂ€ssige englische Kaufleute und Industrielle neben dem traditionellen Reitsport den „Fußballsport“ ins Land.cite-ref-9[9] Er musste hier viel lĂ€nger als im Mutterland England um seine gesellschaftliche Anerkennung ringen, denn bis ins 20. Jahrhundert hinein war deutsche LeibesertĂŒchtigung und -erziehung gleichbedeutend mit dem seit der ReichsgrĂŒndung im Jahr 1871 in Schule und MilitĂ€r fest verankerten Turnen. Die aus England importierte Mannschaftssportart war im deutschen Kaiserreich eine neue und moderne Form der Körperkultur.

Als erster Fußballverein in Deutschland galt lange Zeit der Dresden English Football Club, der 1873 von in Dresden lebenden und arbeitenden EnglĂ€ndern gegrĂŒndet wurde. Aus einer englischen Quelle geht allerdings hervor, dass der Dresden Football Club zwar im Oktober 1873 gegrĂŒndet wurde, aber nach den Rugby-Regeln spielte.cite-ref-10[10] Fußball etablierte sich auch sehr frĂŒh bei der kaiserlichen Marine, die eng am englischen Vorbild und weltpolitischen Rivalen ausgerichtet war.cite-ref-ce-11-0[11] Der erste Beleg fĂŒr ein Fußballspiel in Deutschland, das nach Regeln der Football Association (FA) gespielt worden war, stammt aus LĂŒneburg und datiert aus dem Jahr 1875. Am dortigen Johanneum fĂŒhrten der Lehrer Wilhelm Görges und der vom Marlborough College kommende junge EnglĂ€nder Richard Ernest Newell Twopeny das Fußballspiel ein. Mehrere Spiele sind dokumentiert, ĂŒber das erste berichtete auch der LĂŒneburgsche Anzeiger im September 1875.cite-ref-12[12] Der am Johanneum gegrĂŒndete Club bestand aber nur kurze Zeit und geriet danach in Vergessenheit.

FrĂŒhe VereinsgrĂŒndungen finden sich zudem im Umfeld der alten technischen UniversitĂ€ten, so in Dresden, Karlsruhe, Aachen und MĂŒnchen.cite-ref-ce-11-1[11]cite-ref-13[13] Die aufstrebenden Fußballer ĂŒbernahmen korporationsstudentische BrĂ€uche und Lieder auf ihren Sport, distanzierten sich aber vom klassischen Verbindungsbetrieb der traditionellen UniversitĂ€ten wie vom herkömmlichen Turnsport. So wurde aus der Liedzeile O alte Burschenherrlichkeit der Text O wonnevolles Fußballspiel.cite-ref-ce-11-2[11]

Der Fußballsport jener Jahre wurde vorwiegend in bĂŒrgerlichen Kreisen ausgeĂŒbt und galt als Modesportart des BĂŒrgertums wie von Aufsteigern, nicht zuletzt jĂŒdischer Herkunft (vgl. Kurt Landauer, Walther Bensemann, Julius Hirsch usw.). Arbeiter verfĂŒgten weder ĂŒber genĂŒgend Freizeit noch ĂŒber finanzielle Mittel fĂŒr die AusrĂŒstung. Erst durch die Sozialgesetzgebung der Weimarer Republik erreichte der Fußball Ă€hnlich anderen Sportarten in den 1920er-Jahren auch die Arbeiterschichten und wurde damit zum MassenphĂ€nomen.

Der organisierte Fußball im 20. Jahrhundert

1900 bekam der Fußball mit GrĂŒndung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erstmals in Deutschland einen ĂŒbergeordneten Verband. Im gleichen Jahr wurden bei den Olympischen Spielen in Paris zwei Fußballspiele ausgetragen.

Am 31. Mai 1903 richtete der Altonaer Fußballclub von 1893 (Altona 93) das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem VfB Leipzig und dem DFC Prag auf der Exerzierweide in Bahrenfeld (damals ein Stadtteil von Altona) aus.

Am 21. Mai 1904 wurde ein Weltverband, die FĂ©dĂ©ration Internationale de Football Association (FIFA) in Paris gegrĂŒndet, der LĂ€nderspiele organisieren und die internationalen Fußballregeln aufstellen sollte, sich dabei aber auch stark an der viel Ă€lteren englischen FA sowie den anderen britischen VerbĂ€nden ausrichten musste. Daraus resultierte auch das International Football Association Board, das sich bis heute aus Vertretern der vier britischen VerbĂ€nde und vier Vertretern der FIFA zusammensetzt. Die FIFA definierte den Begriff gefĂ€hrliches Spiel, fĂŒhrte den direkten Freistoß ein und hob die Bestimmung auf, wonach die Hosen der Spieler die Knie bedecken mussten. Weitere neue Regeln des Weltfußballverbandes verboten dem Torwart, beim Strafstoß die Torlinie zu verlassen, er durfte sich aber bewegen, um den SchĂŒtzen zu irritieren. Ferner wurden Metalleinlagen in den Fußballschuhen untersagt, der Ball musste aus Leder sein, und die Schiedsrichter waren angehalten, ein Spielprotokoll anzufertigen. 1907 wurde das Abseits in der eigenen SpielhĂ€lfte aufgehoben. Zwei Jahre spĂ€ter wurden Bestimmungen zum Platzverweis festgelegt. 1913 fĂŒhrte die FIFA den sogenannten gebĂŒhrenden Abstand (10 Yards, in etwa 9,15 Meter) zwischen SchĂŒtze und Gegenspielern beim Freistoß ein. 1920 wurde Abseits beim Einwurf aufgehoben. Seit 1924 darf der Eckball direkt ins Tor geschossen werden.

Österreich war mit der EinfĂŒhrung einer Profiliga im Jahr 1924 der erste kontinentaleuropĂ€ische Staat mit einer Liga fĂŒr Berufsfußballspieler. Drei Jahre spĂ€ter initiierte der Österreichische Fußball-Bund mit dem Mitropapokal den ersten bedeutenden internationalen Wettbewerb fĂŒr Vereinsmannschaften in Europa. Der Mitropapokal gilt als VorlĂ€ufer des heutigen Europapokals.

Seit 1900 ist Fußball olympische Disziplin, 1920 nahm Ägypten als erste nichteuropĂ€ische Nation teil. Mit 22 Wettbewerbern, darunter die USA und Uruguay, war das olympische Turnier 1924 in Paris der erste globale Wettstreit. Gewinner war Uruguay, das 1928 in Antwerpen seinen Olympiasieg wiederholen konnte.

Im Jahr 1930 richtete die FIFA auf Initiative von Enrique Buero und Jules Rimet die erste Weltmeisterschaft aus, bei welcher der Gastgeber Uruguay Weltmeister wurde. 13 Mannschaften nahmen an der WM teil, die deutsche Mannschaft verzichtete jedoch wie fast alle europĂ€ische Mannschaften aus KostengrĂŒnden auf die Reise nach SĂŒdamerika.

Der europĂ€ische Fußballverband UEFA wurde 1954 in Basel gegrĂŒndet. Die UEFA richtete bereits 1955/56 den ersten Europapokal der Landesmeister (heute: UEFA Champions League) und seit 1960 den Wettbewerb Europapokal der Nationen aus, der 1968 in Europameisterschaft umbenannt wurde.

Im Jahr 1970 erlaubte der Deutsche Fußball-Bund in Deutschland den Frauenfußball, nachdem sich zunehmend Frauenfußballmannschaften unter teilweise kreativen „Tarnnamen“ gebildet hatten.cite-ref-14[14]

Am 15. Dezember 1995 erschĂŒtterte die sogenannte „Bosman-Entscheidung“ die gĂ€ngige Ablösepraxis im Fußball. Der EuropĂ€ische Gerichtshof befand, dass Fußballspieler normale Arbeitnehmer seien. Seither kann fĂŒr Fußballspieler nur noch Ablöse verlangt werden, wenn sie einen laufenden Vertrag haben.

Nach mehreren Einladungsturnieren in den 1970er und 1980er Jahren fand 1991 die erste Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen statt, seit 1996 wird auch der Olympiasieger unter den Frauennationalteams ermittelt.

Spielprinzip

Fußball wird von zwei Mannschaften mit je elf Spielern auf einem rechteckigen Spielfeld gespielt. Ziel des Spieles ist es, den Ball öfter in das gegnerische Tor zu befördern, als es der Gegner schafft. Ein Tor ist erzielt, wenn der Ball im vollen Umfang die Torlinie zwischen den Torpfosten und unterhalb der Querlatte ĂŒberquert. Fußball ist sowohl die Bezeichnung fĂŒr die Sportart als auch fĂŒr das SpielgerĂ€t, den Fußball selbst.

Die Tore befinden sich in der Mitte der beiden kurzen Seiten des Spielfeldes. Bewacht werden sie von einem besonderen Spieler der jeweiligen Mannschaft, dem Torwart, der innerhalb des Strafraums den Ball auch mit den HĂ€nden spielen darf. Der Torwart trĂ€gt eine spezielle Kleidung und AusrĂŒstung (Torwarthandschuhe), die ihn optisch von den anderen Spielern unterscheidet. Die anderen zehn Spieler jeder Mannschaft werden Feldspieler genannt und unterteilen sich in Abwehr- und Mittelfeldspieler sowie StĂŒrmer.

Sieger ist die Mannschaft, die im Spielverlauf die meisten Tore erzielen konnte. Bei Gleichstand endet das Spiel unentschieden. Eine Ausnahme bilden Spiele in sogenannten K.-o.-Runden, dort kann es zum Zwecke der Entscheidungsfindung zur VerlĂ€ngerung und/oder zum Elfmeterschießen kommen.

Regeln

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Hauptartikel

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Fußballregeln

Das Spiel auf freiem Feld unterliegt im Allgemeinen folgenden Regeln: Gespielt wird auf einem rechteckigen freien Feld. Normalerweise dient ein Rasen als Bodenbelag, seltener wird auf einem Hartplatz (TennenflÀche), zunehmend jedoch auf Kunstrasen gespielt.

Die LĂ€nge der kurzen Seiten (Torlinie) soll zwischen 45 und 90 Meter, die der langen Seiten (Seitenlinie) zwischen 90 und 120 Meter betragen (ĂŒblich sind 68 auf 105 Meter, diese Maße sind seit 2008 bei LĂ€nderspielen vorgeschriebencite-ref-15[15]). Das Spielfeld wird durch weiße Linien (meistens Kalk) begrenzt, die höchstens zwölf Zentimeter breit sein dĂŒrfen. Ebenso werden die Mittellinie, der Anstoßkreis und Anstoßpunkt, der Strafraum und Elfmeterpunkt, der Torraum und die vier Eckkreise markiert.

In der Mitte der kurzen Seiten befindet sich je ein Tor. Es besteht aus zwei „Pfosten“, die durch eine „Querlatte“ verbunden sind. Der Abstand zwischen den Innenkanten der Pfosten betrĂ€gt 7,32 Meter. Die Unterkante der Querlatte ist 2,44 Meter vom Boden entfernt. Die Tore sind mit Netzen versehen, um den Ball aufzufangen, wenn er ins Tor gelangt ist. Der Fußball soll die Form einer Kugel haben und aus einem geeigneten Material wie zum Beispiel Leder bestehen.

SpielerausrĂŒstung der Feldspieler und des Torwarts sind Trikot, Stutzen, SchienbeinschĂŒtzer, Fußballschuhe und kurze Hosen. Die Regeln besagen, dass ein Spieler keinen Schmuck (Halskette, Armbanduhr, Ring, Ohrring o. Ă€.) im Spielbetrieb tragen darf. Auch Brillen sind verboten, wenn das Tragen einer Brille nicht medizinisch unbedingt notwendig ist (z. B. bei Edgar Davids); entsprechendes gilt fĂŒr medizinische Schutzmasken und VerbĂ€nde. Der Grund fĂŒr diese Verbote liegt in der erhöhten Verletzungsgefahr. Der Ball darf mit dem ganzen Körper gespielt werden, außer mit den Armen und HĂ€nden. Nur der Torwart darf den Ball mit Armen und HĂ€nden berĂŒhren, jedoch nur innerhalb des eigenen Strafraums und nur, wenn der Ball nicht absichtlich vom eigenen Mitspieler mit dem Fuß oder dem Knie zu ihm zurĂŒckgespielt wurde (RĂŒckpassregel). Der Torwart ist außerdem durch seine Kleidung gekennzeichnet, die sich deutlich von den Trikots der Feldspieler und des Schiedsrichters unterscheiden muss. Außerhalb des Strafraums verhĂ€lt er sich wie ein normaler Feldspieler. Ein Spiel darf nicht angepfiffen werden, wenn kein Spieler als Torwart gekennzeichnet ist. Auch Feldspieler dĂŒrfen beim Einwurf den Ball mit den HĂ€nden spielen, um den Ball aufs Spielfeld zurĂŒckzubringen, wenn er die Seitenlinie ĂŒberquert hat. Jedes andere absichtliche BerĂŒhren des Balles mit der Hand ist verboten. Als „absichtlich“ ist ein Handspiel immer dann zu werten, wenn der Spieler eine Bewegung mit der Hand oder dem Arm zum Ball hin ausfĂŒhrt. Wird eine Hand in natĂŒrlicher Haltung angeschossen, liegt kein absichtliches Handspiel vor.

Die Spielzeit betrĂ€gt normalerweise 90 Minuten, aufgeteilt in zwei SpielhĂ€lften von je 45 Minuten Dauer mit einer Halbzeitpause von maximal 15 Minuten. Die tatsĂ€chliche Spieldauer ist jedoch meist um einige Minuten lĂ€nger, da der Schiedsrichter auf Grund von Unterbrechungen die Spieldauer um eine entsprechende „Nachspielzeit“ verlĂ€ngern kann.

Eine Mannschaft besteht aus zehn Feldspielern und dem Torwart. Durch Platzverweise („Rote Karte“ oder „Gelb-Rote Karte“) kann sich die Zahl der Spieler verringern. Insgesamt dĂŒrfen bei Wettbewerbsspielen maximal fĂŒnf Ersatzspieler eingewechselt werden, um erschöpfte oder verletzte Spieler auszutauschen oder taktische Änderungen vorzunehmen. Bereits ausgewechselte Spieler dĂŒrfen jedoch nicht wieder eingewechselt werden. VerstĂ¶ĂŸt eine Mannschaft gegen eine dieser Regeln, so wird das Spiel im Nachhinein 3:0 fĂŒr den Gegner gewertet, falls der Gegner nicht ohnehin höher als 3:0 gewonnen hat. Hat eine Mannschaft weniger als sieben Spieler auf dem Feld, darf das Spiel nicht begonnen oder fortgesetzt werden.

Die Einhaltung der Regeln wird von einem Schiedsrichter auf dem Spielfeld ĂŒberwacht. Er wird bei höherklassigen Spielen von zwei Schiedsrichterassistenten (Linienrichtern) an den LĂ€ngsseiten des Spielfeldes unterstĂŒtzt. Bei vielen internationalen Spielen (WM, EM, Europapokal, UEFA Women’s Cup) und in der Bundesliga steht zudem ein weiterer Assistent, der sogenannte „Vierte Offizielle“ zur VerfĂŒgung. Seine Aufgabe ist es, das Verhalten der Trainer, Betreuer und Ersatzspieler zu ĂŒberwachen, Ein- und Auswechslungen abzuwickeln und die Nachspielzeit anzuzeigen. Ebenfalls ist er Ersatzmann des Schiedsrichters. Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gibt es zusĂ€tzlich noch einen fĂŒnften Offiziellen, der Ersatzmann fĂŒr die beiden Schiedsrichterassistenten ist.

VerstĂ¶ĂŸt ein Spieler gegen die Regeln, entscheidet der Schiedsrichter auf Foul. Das Spiel wird unterbrochen, und die gegnerische Mannschaft erhĂ€lt einen Freistoß, oder, wenn das Foul im Strafraum begangen wurde, einen Strafstoß vom Strafstoßpunkt. Aufgrund des Abstandes von der Torlinie zum Strafstoßpunkt (12 yards = 10,9728 m) wird der Strafstoß im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Elfmeter“ genannt. Wenn die Spielunterbrechung eine fĂŒr die geschĂ€digte Mannschaft vorteilhafte Spielsituation unterbrechen wĂŒrde, liegt es im Ermessen des Schiedsrichters, auf „Vorteil“ zu erkennen und das Spiel weiterlaufen zu lassen. Auf direkten Freistoß oder Strafstoß entscheidet der Schiedsrichter, wenn das Spiel wegen eines absichtlichen Handspiels oder wegen eines Fouls (mit Körperkontakt) unterbrochen wurde. In allen anderen FĂ€llen entscheidet der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß. Aus einem direkten Freistoß kann direkt ein Tor erzielt werden. Nach einem indirekten Freistoß ist der Ball erst im Spiel, wenn ein zweiter Spieler (gleich welcher Mannschaft) den Ball berĂŒhrt und der Ball sich bewegt hat. Es kann also nur ein Tor erzielt werden, wenn ein Spieler der eigenen oder der gegnerischen Mannschaft den Ball auf dem Weg ins Tor berĂŒhrt.

Außerdem kann der Schiedsrichter eine formelle Verwarnung gegen den foulenden Spieler aussprechen. Dies zeigt er durch die „Gelbe Karte“ an. Bei schweren RegelverstĂ¶ĂŸen (z. B. bei einem schweren Foul) kann er den Spieler auch des Platzes verweisen, indem er ihm die „Rote Karte“ zeigt. Zu einem Platzverweis fĂŒhrt auch, wenn ein Spieler die zweite Gelbe Karte in einem Spiel bekommt, dies zieht dann automatisch eine rote Karte nach sich, weshalb sie auch „Gelb-Rote Karte“ genannt wird. Insbesondere sollen Fouls oder Handspiele dann mit einem Feldverweis (rote Karte) bestraft werden, wenn dadurch eine klare Torchance des Gegners verhindert wird, oder durch ein Foul die Gesundheit des gefoulten Spielers in Gefahr ist bzw. Gesundheitsgefahr durch den foulenden Spieler in Kauf genommen wird.

Als komplizierteste Regel im Fußball gilt die Abseitsregel. Dies ist eine Bestimmung, die bestimmte Spielfeld-Positionen angreifender Spieler gegenĂŒber den Verteidigern der gegnerischen Mannschaft als regelwidrig erklĂ€rt und somit den Angriff auf das gegnerische Tor unterbindet.

Ein Schiedsrichterball wird gegeben, wenn ein Fußballspiel unterbrochen worden ist, ohne dass ein Spieler auf dem Feld gegen die Spielregeln verstoßen hat. Wenn sich z. B. ein Spieler ohne Beteiligung eines Gegners verletzt, kann der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen. Anschließend wird es mit Schiedsrichterball an der Stelle, an der es unterbrochen wurde, fortgesetzt.

Ist der Platz aufgrund schlechten Wetters oder aus andern GrĂŒnden unbespielbar, so dass die Spieler Gefahr laufen, sich zu verletzen, oder eine ordnungsgemĂ€ĂŸe DurchfĂŒhrung des Spieles nicht möglich ist, kann der Schiedsrichter das Spiel absagen bzw. nach Anpfiff ab- oder unterbrechen. Auch wenn das Flutlicht bei Dunkelheit ausfĂ€llt, wird das Spiel unterbrochen. Ist nach einer bestimmten Zeit (meistens 30 Minuten) der Fehler nicht behoben, wird das Spiel abgesagt. Bei Schnee muss mit einem farbigen (zumeist neonfarbenen), gut sichtbaren Ball gespielt, und die StrafrĂ€ume mĂŒssen mit acht Hilfsflaggen gekennzeichnet werden oder werden freigerĂ€umt. Die Fahnen am Spielfeldrand an den Eckfahnen sind stets obligatorisch. Bei Nebel wird ein Spiel abgesagt, wenn das gegnerische Tor von der gegenĂŒberliegenden Torlinie aus nicht mehr erkannt werden kann.

FĂŒr Spiele von Frauen, Jugendlichen unter 16 Jahren, Spielern ĂŒber 35 Jahren oder Behinderten können die Regeln modifiziert werden. Die GrĂ¶ĂŸe des Spielfeldes, die GrĂ¶ĂŸe, das Gewicht und das Material des Balls, die GrĂ¶ĂŸe der Tore, die Dauer des Spiels und die Anzahl der Auswechslungen können angepasst werden.

RegelÀnderungen werden durch das International Football Association Board beraten und beschlossen.

Taktik

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Taktik (Fußball)

Beim Fußball kommt es vor allem auf vier Punkte an: auf der Basis von körperlicher Fitness und Kondition aufbauend die spielerischen FĂ€higkeiten, die Ballfertigkeit, die Technik sowie die Taktik.

Zur Spieltaktik gehören das geplante Zusammenwirken der verschiedenen Mannschaftsteile, eine bestimmte Einteilung und Aufstellung der Positionen auf dem Spielfeld sowie ein wechselndes Umschalten von Abwehr zu Angriff und umgekehrt. Die Taktik selbst wird bestimmt von der StÀrke des Gegners, vom Spielverlauf, vom Spielstand und von eventuellen verletzungsbedingten Auswechselungen oder einem Platzverweis.

Die Spieler einer Mannschaft nehmen unterschiedliche Funktionen und Positionen auf dem Platz ein. Die Verteidigung kann sich aus den Positionen Innenverteidiger sowie rechter und linker Außenverteidiger zusammensetzen. In modernen Systemen wird mit einer Abwehrreihe von meistens vier Abwehrspielern (Viererkette) ganz ohne Libero gespielt. In Spielsystemen mit Libero soll oft ein Vorstopper dazu dienen, den gegnerischen MittelstĂŒrmer auszuschalten. Je nach Situation im Spiel bleibt der Libero hinter der Abwehr, wobei er auch das Spiel nach vorne aufbauen und sich in die Offensive einschalten kann. Der Innenverteidiger ist vorwiegend ein reiner Abwehrspieler, der die gegnerischen Angreifer am Toreschießen hindert und sich zumeist nur bei EckbĂ€llen und FreistĂ¶ĂŸen des eigenen Teams in die Offensive einschaltet.

Die sogenannten Mittelfeldspieler, im alten WM-System noch als AußenlĂ€ufer und HalbstĂŒrmer bezeichnet, haben meist vielseitige Aufgabenstellungen, da sie sowohl in Abwehr, Spielaufbau und Angriff gefordert sind. Allerdings werden ihnen auch je nach Taktik besondere Aufgaben zugewiesen, sodass es hier Spezialisten fĂŒr die Defensive wie auch fĂŒr den Spielaufbau im Zentrum oder ĂŒber die FlĂŒgel gibt.

Angriffe auf das Tor des Gegners werden vor allem durch die sogenannten StĂŒrmer abgeschlossen, deren Hauptaufgabe es ist, den Ball selbst ins gegnerische Tor zu befördern oder dies einem Mannschaftskameraden durch geschicktes Zuspiel zu ermöglichen.

Varianten und Abwandlungen

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Fußballvarianten

Der Weltfußballverband FIFA erkennt neben der Variante auf dem Feld auch Futsal und Beachsoccer als offizielle Varianten des Sport an. Außerdem gibt es Zahlreiche weitere Varianten wie z. B. Streetsoccer, Walking Football oder FUNino.

Futsal

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Futsal

Der Begriff Futsal ist eine AbkĂŒrzung der portugiesischen und spanischen AusdrĂŒcke fĂŒr Hallenfußball (futebol de salĂŁo bzw. fĂștbol sala). Futsal wird im 5 gegen 5 auf einem handballĂ€hnlichen Spielfeld mit einem sprungreduzierten Ball gespielt. Im Futsal veranstalten sowohl FIFA als auch die UEFA interkontinentale bzw. kontinentale Wettbewerbe fĂŒr National- und Vereinsmannschaften.

Beachsoccer

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Beachsoccer

Beim Beachsoccer wird auf Sand mit Teams zu je 5 Spielern ohne Schuhe gespielt. Ein Spielfeld ist mindestens 35 Meter lang und 26 Meter breit. Der Verband Beach Soccer Worldwide (BSWW) organisiert unter Anerkennung der FIFA zahlreiche Turniere fĂŒr National- und Vereinsmannschaften. In Zusammenarbeit mit der FIFA wird die Beachsoccer-Weltmeisterschaft organisiert.

Sonstige

Das „echte“ Fußballspiel wird vielfach simuliert. Neben zahllosen Computerspielen bzw. Videospielen werden Tischfußball, Tipp-Kick und Subbuteo als Miniaturvarianten von Millionen von Spielern gespielt. Inzwischen spielt man auch Menschenkicker als Mischform zwischen Fußball und Tischfußball. Es gibt auch zunehmend ansehnlicher werdende Wettbewerbe in Roboterfußball.

Bedeutung

Das Fußballspiel hat sowohl als Spitzensportart mit Aktienbörsen-PrĂ€senz sowie besonders als Breitensportart fĂŒr mittlerweile alle Bevölkerungsschichten große Bedeutung. Es wird in Vereinen und Schulen gespielt, aber auch als Straßenfußball und – mit freierer Regelinterpretation – auf BolzplĂ€tzen und beliebigen FreiflĂ€chen. Besonders in Ă€rmeren LĂ€ndern wie Brasilien ist der Berufswunsch Fußballstar eine der wenigen Möglichkeiten, den Armenvierteln zu entrinnen. Der NobelpreistrĂ€ger Albert Camus sagte einmal:

„Was ich schließlich am sichersten ĂŒber Moral und Verantwortung weiß, verdanke ich dem Fußball.“

Weltweite Verbreitung

Fußball ist heute eine der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Sportarten weltweit. Laut Angaben des Weltfußballverbandes FIFA spielten im Jahr 2006 ĂŒber 265 Millionen Menschen in ĂŒber 200 LĂ€ndern Fußball. Davon sind ĂŒber 38 Millionen in weltweit ĂŒber 325.000 Vereinen organisiert.cite-ref-16[16] 209 LĂ€nder und autonome Regionen sind Mitglieder der FIFA. Vor allem die einfachen Grundregeln sowie die geringe AusrĂŒstung, die zur AusĂŒbung dieses Sports notwendig ist, machten das Spiel, das weltweit die gleichen Regeln hat, so populĂ€r und förderten seine Ausbreitung. Allein in Deutschland sind sechs Millionen Menschen in ĂŒber 27.000 Fußballvereinen aktiv. Hinzu kommen noch etwa vier Millionen Menschen, die als sogenannte Hobbykicker in ihrer Freizeit in Hobby-, Betriebs- oder Thekenmannschaften regelmĂ€ĂŸig Fußball spielen.

Es wird nicht nur auf der ganzen Welt Fußball gespielt, sondern es gehen Millionen Menschen regelmĂ€ĂŸig in Fußballstadien, um dem Spiel zuzuschauen. Insbesondere in Europa und SĂŒdamerika dominiert der Fußball in der Sportberichterstattung. Weit mehr verfolgen die Spiele in allen LĂ€ndern der Welt ĂŒber das Fernsehen.

Die 306 Spiele der deutschen Bundesliga-Saison 2009/10 besuchten ĂŒber 13 Millionen Zuschauer (im Schnitt 42.490 Zuschauer).cite-ref-17[17] Die höchste je dokumentierte Zuschauerzahl liegt bei knapp 200.000 (Brasilien-Uruguay im MaracanĂŁ bei der WM 1950). Fußball hat einen wichtigen, sozial verbindenden Einfluss: Die Fußballinteressierten kommen nahezu aus allen sozialen Schichten und besuchen Spiele sowohl auf regionalen FußballplĂ€tzen als auch in den modernen Arenen. FĂŒr viele Millionen Menschen ist der Fußball vor allem FreizeitvergnĂŒgen. Er ist aber auch GesprĂ€chsthema, fĂŒr einige Fußballfans eine Art Ersatzreligion. Der Fußball ist fĂŒr die Medien von großer Bedeutung, er fĂŒllt die regionalen und ĂŒberregionalen Zeitungen, die Fachzeitschriften und sorgt fĂŒr höchste Einschaltquoten im Fernsehen. Der Fußball ermöglicht es, menschliche Unzufriedenheit oder „nationale Differenzen“ gewaltlos auszutragen oder zumindest zu kanalisieren, was hierbei allerdings nicht allzu ernst genommen werden darf.

Frauenfußball ist in der öffentlichen Wahrnehmung weitaus weniger prĂ€sent und populĂ€r, dennoch hat er in einigen LĂ€ndern, wie beispielsweise den Vereinigten Staaten und Deutschland, in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt durch die wiederholten Erfolge der dortigen Frauennationalteams.

Faszination

Das Sportspiel Fußball ist geeignet, starke GefĂŒhle auszulösen, die nicht nur die Spielenden, sondern auch große Zuschauermassen erfassen können.cite-ref-18[18] Die Begeisterung fĂŒr das spannende Spiel hat in vielen LĂ€ndern zur Bildung von Fanklubs und einer weltweiten Verbreitung als beliebtester Mannschaftssportart gefĂŒhrt. Der Spielforscher Siegbert Warwitz nennt fĂŒr die Faszination, die Spielaktive wie Zuschauer immer wieder in ihren Bann zieht, mehrere GrĂŒnde:cite-ref-warwitz-19-0[19]

‱ Das Fußballspiel ist ein hoch dynamisches, schnelles, kraftvolles und gleichzeitig technisch wie taktisch anspruchsvolles Kampfspiel, das Angriffslust und Durchsetzungswillen erfordert. Der erlaubte harte Körpereinsatz wird durch strenge Regeln in Grenzen gehalten und durch einen Schiedsrichter ĂŒberwacht. Sanktionen gewĂ€hrleisten zusĂ€tzlich, dass das Spiel regelkonform und nach dem Gebot des Fair Play ablĂ€uft.

Enorme Körperbeherrschung, ein hervorragender Trainingsstand und technisches wie taktisches Können machen ein Fußballmatch heute sowohl im MĂ€nner- als auch im Frauenfußball zu einem athletischen, aber auch Ă€sthetisch attraktiven Spiel.

‱ Die Spannung entwickelt sich aus dem offenen Spielausgang, aus dem Gelingen oder Misslingen der SpielzĂŒge, aus dem prĂ€zisen Zuspiel, den artistischen Einzelaktionen, den KĂ€mpfen Mann gegen Mann, aber auch aus dem taktischen Austricksen des Gegners und der Kommunikation und Kooperation in den eigenen Reihen. Da jedoch nur die erzielten Tore verbucht werden, entscheidet schließlich das bessere TorverhĂ€ltnis ĂŒber den endgĂŒltigen Sieg, unabhĂ€ngig davon ob das Ergebnis durch spielerische Überlegenheit oder bessere Torchancen „verdient“ war oder nicht. Das Fußballspiel ist nach der Spieltheorie ein sogenanntes „Nullsummenspiel“, was bedeutet, dass die GrĂ¶ĂŸe des Sieges der einen mit der Schwere der Niederlage der anderen Mannschaft korrespondiert:cite-ref-20[20] Ballgewinn der einen bedeutet gleichzeitig Ballverlust der anderen, Torerfolg der einen bedeutet Torhinnahme der anderen Mannschaft. Erfolg und Misserfolg stehen in einem WechselverhĂ€ltnis. Die eine Mannschaft gewinnt so hoch wie die andere verliert. Die Bilanz kann von Minute zu Minute umschlagen. Dies stimuliert den Kampfgeist der Aktiven und das Mitfiebern der ambitionierten Zuschauer. Ein fast verloren geglaubtes Spiel kann noch zu einem Sieg gefĂŒhrt werden und umgekehrt.

‱ Ein weiteres Moment liegt in der Form des Mannschaftssports: Ein hochklassiges Spiel lebt von den gekonnten Einzelaktionen der Spieler, mehr aber noch von der Gesamtleistung als Team. Hierbei muss das Profilierungsstreben des einzelnen Stars sich dem gemeinsamen Erfolgswillen der Mannschaft unterordnen. Der legendĂ€re Fußballtrainer Richard Girulatis prĂ€gte 1920 entsprechend den viel zitierten Satz: 11 Freunde mĂŒsst ihr sein.cite-ref-21[21] Dennoch sind es gerade herausragende individuelle Leistungen, insbesondere Tore wie das WM-Tor des Jahrhunderts, die als markante „Fußballmomente“ erinnert werden.

Das Freiwerden und Aufschaukeln hoher Emotionen beim Fußballspiel hat nach Warwitz jedoch einen ambivalenten Charakter: Es können sich dabei positive (spielförderliche), aber auch negative (destruktive) GefĂŒhlsausbrĂŒche entwickeln und ĂŒber das unmittelbare Geschehen im Stadion hinaus Bahn brechen:cite-ref-warwitz-19-1[19] Die starke Identifizierung mit einzelnen Spielern, einer Vereins- oder einer Nationalmannschaft kann ausgelassenen Jubel, aber auch tiefe EnttĂ€uschungen auslösen. Wenn sich die Siegeshoffnung nicht erfĂŒllt oder der Sieg in einem unbĂ€ndigen Taumel ausgelebt wird, können sich rĂŒpelhafte Szenen in den Stadien oder Fan-Schlachten auf den Straßen abspielen. Diese entfesseln sich umso stĂ€rker, als sich ein kollektives Bewusstsein mit dem Spielgeschehen mischt und Alkoholisierung mit im Spiel ist. Andererseits bietet jedes hochklassige Spiel auch Gelegenheit zu Bewunderung, zu leistungssteigernder Anfeuerung, zu Erfolgsfreude, zu gebĂ€ndigter EnttĂ€uschung und neuer Hoffnung. Die oft spektakulĂ€ren Aktionen auf dem Platz wie auf den RĂ€ngen und die GerĂ€uschkulisse zeigen, wie emotional betroffen ein spannendes Spiel die Beteiligten machen kann.

Beide GefĂŒhlsrichtungen auszubalancieren, stellt eine elementare Erziehungsaufgabe vor allem der staatlichen Organe, der Vereine, der Schulen und der Familien dar. Hierzu mĂŒsste die Freude an einem kĂ€mpferisch und Ă€sthetisch hochrangigen Spiel Vorrang gewinnen vor einem unbedingten Siegeswillen, mĂŒssen Frustrationstoleranz und Selbstkontrolle gelernt werden.cite-ref-warwitz-19-2[19]

Wirtschaftsfaktor

Dass der Fußball mittlerweile auch ökonomisch eine große Bedeutung hat, lĂ€sst sich an den Fußball-Weltmeisterschaften erkennen. Die Gastgeber erhoffen sich durch die Ausrichtung des nach den Olympischen Spielen zweitgrĂ¶ĂŸten Sportereignisses der Welt wichtige gesamtwirtschaftliche Impulse.

Zu den Weltmeisterschaften werden jeweils Stadien und Infrastruktur erneuert. Ein Beispiel ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, bei der alle zwölf Austragungsorte neue Fußballarenen vorweisen konnten, die fĂŒr zwischen 48 und 340 Millionen Euro umgebaut oder neu gebaut wurden. In Bau und Erweiterung der Stadien investierten der Staat und die Betreiber rund 1,38 Milliarden Euro. Zum Vergleich wurde fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland fĂŒr neun WM-Stadien 242 Millionen Deutsche Mark, was im Jahr 2019 ca. 360 Millionen Euro entspricht, ausgegeben.

Die Fußball-Weltmeisterschaften werden zum grĂ¶ĂŸten Teil durch Sponsoren finanziert. Alleine die internationalen Hauptsponsoren des Weltverbandes FIFA zahlen mit 360 Millionen Euro (im Schnitt etwa 26 Millionen Euro) fast doppelt so viel Geld an den Verband, wie durch den Kartenverkauf eingenommen wird. Die Weltmeisterschaft wird in allen Kontinenten der Welt ĂŒbertragen. In Deutschland hatte das WM-Endspiel 2002 eine Rekord-Einschaltquote bei SportĂŒbertragungen: Der Marktanteil der Live-Übertragung lag bei 88 Prozent, wobei zu berĂŒcksichtigen ist, dass die deutsche Mannschaft das Finale bestritt.

Das meiste Geld verdienen die europĂ€ischen Profi-Fußballvereine durch die Fernsehgelder, die durch Werbung im Fernsehen refinanziert werden. Allein die deutsche Bundesliga erhĂ€lt durch die Übertragung der Spiele im Bezahlfernsehen und durch Zusammenfassungen Gelder in dreistelliger Millionenhöhe jĂ€hrlich durch die Fernsehsender. Weitere Einnahmen erhalten die professionellen Fußballvereine durch die Zuschauereinnahmen in den Stadien und durch Sponsoren. Die unterschiedlichen Einnahmen aus Fernseh- und Sponsorengeldern ließen eine immer grĂ¶ĂŸer werdende finanzielle und sportliche Kluft zwischen den einzelnen Mannschaften der Ligen entstehen. Vor allem die Fernsehgelder, das Merchandising bringen hohe und stetig steigende Einnahmen.

Da durch neue Einnahmen den Vereinen mehr Geld zur VerfĂŒgung steht, stiegen ebenso Ablösesummen fĂŒr Spieler und Trainer sowie die GehĂ€lter der Beteiligten auf zum Teil zweistellige MillionenbetrĂ€ge. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten hatten fĂŒr die Übertragung der Bundesliga in der Saison 1987/88 noch 18 Millionen DM (entspricht im Jahr 2019 etwa 16 Millionen Euro) bezahlt, die ErstĂŒbertragung der Spiele kostete den Fernsehsender Sat.1 zehn Jahre spĂ€ter schon 180 Millionen DM (ca. 125 Millionen Euro im Jahr 2019). Die Vermarktung hatte jedoch auch ein paralleles Wachstum der durchschnittlichen Zuschauerzahlen zur Folge, in der Hinrunde der Saison 2004/05 besuchten durchschnittlich 34.720 Zuschauer die Spiele. Ebenso wie in Deutschland ist eine Steigerung der Fernsehgelder und Zuschauerzahlen genauso in Europa in England, Spanien, Frankreich, Italien in demselben Maße festzustellen.

Ab dem Ende des 20. Jahrhunderts wurden einige wirtschaftlich starke Vereine wie Manchester United, Ajax Amsterdam oder Galatasaray Istanbul in Aktiengesellschaften umgewandelt.

Deutschland

Der erste deutsche Verein, der den Schritt an die Börse wagte, war 2000 Borussia Dortmund. Da hohe zusĂ€tzliche Einnahmen gewonnen werden, steigt jedoch auch das wirtschaftliche Risiko einer Insolvenz bei ausbleibendem Erfolg. Im Jahr 2005 hatte Borussia Dortmund nach sportlicher Talfahrt und hohem Schuldenstand Probleme, die Lizenz zu erhalten. Bis 2015 haben die meisten Fußballvereine, die eine Profimannschaft der 1. Bundesliga unterhalten, diesen Bereich in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. Ausnahmen sind Schalke 04, Mainz 05 und der SC Freiburg. Eine weitere Tendenz zur Kommerzialisierung bzw. Ökonomisierung des Profifußballs ist die Vermarktung von Namensrechten an den jeweiligen SpielstĂ€tten, hĂ€ufig „Arena XX“ genannt. Vier Vereine des deutschen Ligafußballs sind sehr stark mit bestimmten Hauptsponsoren verknĂŒpft, teilweise entstammen diese ehemaligen Betriebssportgruppen (Bayer 04 Leverkusen, VfL Wolfsburg) oder wurden durch starkes finanzielles Engagement eines Sponsors vom Amateurverein zum Proficlub aufgebaut (1899 Hoffenheim). Eine konsequente Umsetzung dieses ökonomischen Prinzips stellt die NeugrĂŒndung des Vereins RB Leipzig dar. Die Lizenzspielabteilungen der Fußballvereine Hannover 96 und 1860 MĂŒnchen werden von finanzstarken privaten Investoren getragen, deren sportlicher Einfluss aber bis auf weiteres durch die sogenannte 50+1-Regel nach den Lizenzierungsregularien der DFL beschrĂ€nkt bleiben soll. Der MarktfĂŒhrer FC Bayern MĂŒnchen AG genießt finanzielle UnterstĂŒtzung von drei verschiedenen gewerblichen AktionĂ€ren (Adidas, Allianz, Audi), deren akkumulierter Aktienanteil 25 % betrĂ€gt. Die Aktien von Bayern MĂŒnchen werden nicht an der Börse gehandelt.

Inklusion

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Fußball (Special Olympics)

Fußball bei Special Olympics ist eine Sportart, die auf den Regeln des Fußballs beruht und in Wettbewerben und Trainingseinheiten der Organisation Special Olympics weltweit fĂŒr geistig und mehrfach behinderte Menschen angeboten wird. Fußball ist seit 1987 bei Special Olympics World Games vertreten.

Vereine und VerbÀnde

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Hauptartikel

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Fußballverein

und

Fußballverband

Die FIFA (frz.: FĂ©dĂ©ration Internationale de Football Association) ist der Weltfußballverband mit Sitz im schweizerischen ZĂŒrich. Er organisiert verschiedene Fußballwettbewerbe, darunter die MĂ€nner- und die Frauen-Fußballweltmeisterschaften. Derzeitiger PrĂ€sident ist seit Februar 2016 der Schweizer Gianni Infantino.

Die alle vier Jahre stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft, bei der in meist einem Gastgeberland eine Nationalmannschaft als Turniersieger ermittelt wird, ist das derzeit grĂ¶ĂŸte Fußballereignis. Nach den sich ĂŒber fast drei Jahre erstreckenden Qualifikationsrunden werden bei Herren-Turnieren 32 qualifizierte Mannschaften auf acht Gruppen fĂŒr die Vorrunde aufgeteilt. Davon spielen 16 spĂ€ter im K.-o.-System um den FIFA-WM-Pokal. Das Gastgeberland ist automatisch fĂŒr die Vorrunde qualifiziert. Die Weltmeisterschaft wird seit 1930, mit Unterbrechung infolge des Zweiten Weltkriegs, durchgefĂŒhrt. Erstmals wurde im Jahr 1991 eine Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen ausgetragen, die ebenso alle vier Jahre stattfindet. Seit 1900 ist Fußball zudem eine olympische Disziplin.

Weitere große Meisterschaften sind die Copa AmĂ©rica (SĂŒdamerika), Afrikameisterschaft, Asienmeisterschaft, Europameisterschaft, der CONCACAF Gold Cup (Nord- und Mittelamerika) und der OFC-Nationen-Pokal (Ozeanien). Diese Meisterschaften werden von je einer der sechs KontinentalverbĂ€nde (Konföderationen) AFC (Asien, Australien), CAF (Afrika), CONMEBOL (SĂŒdamerika), CONCACAF (Nord-, Mittelamerika, Karibik), OFC (Ozeanien) und UEFA (Europa) organisiert. 1992 und 1995 spielten die Sieger der kontinentalen Meisterschaften außerdem um den König-Fahd-Pokal und seit 1997 um den nun vom Weltfußballverband organisierten Konföderationen-Pokal.

In den einzelnen LĂ€ndern gibt es die nationalen FußballverbĂ€nde (z. B. Deutscher Fußball-Bund, Liechtensteiner Fussballverband, Österreichischer Fußball-Bund oder Schweizerischer Fussballverband; siehe auch Liste der FIFA-Mitglieder), die in der Regel eine Meisterschaft unter den im Verband organisierten Vereinen zur Ermittlung des nationalen Fußballmeisters durchfĂŒhren. Darunter existieren hĂ€ufig ein mehrstufiges Ligasystem, bis hin zu semiprofessionellen Ligen und den Amateur- und Freizeitligen.

Problemfelder

Spielmanipulation und Korruption

Laut der europĂ€ischen Polizeibehörde Europol wurden zwischen 2008 und 2011 rund 700 verdĂ€chtige Spiele registriert und ein dichtes kriminelles Netzwerk habe sich im Fußball fest eingenistet, so Europol-Chef Rob Wainwright. Betroffen seien vor allem Spiele der WM- und EM-Qualifikation sowie auch Champions-League-Spiele. Wainwright sprach von Manipulationen «auf einem nie dagewesenen Niveau» und betonte: «Das ist ein trauriger Tag fĂŒr den Fußball und ein weiterer Beweis der Korruption durch organisierte KriminalitĂ€t in der Gesellschaft.»

In Deutschland stehen laut dem Bochumer Hauptkommissar Friedhelm Althans 70 Partien unter Verdacht. Beschuldigt werden insgesamt 425 Club-FunktionÀre, ehemalige oder heutige Spieler und Schiedsrichter in mindestens 15 LÀndern. 151 von ihnen haben ihren Wohnsitz in Deutschland, wo im Zuge des Wettskandals bislang 14 Personen zu Strafen von insgesamt 39 Jahren verurteilt worden waren.

Im Bereich der nationalen und internationalen FußballverbĂ€nde, z. B. DFB, UEFA, FIFA, AFC (Asien), CAF (Afrika) und Concacaf (Zentralamerika, Karibik), hĂ€ufen sich die VerdachtsfĂ€lle von schwerer Korruption, GeldwĂ€sche und anderer Finanzdelikte gegen die fĂŒhrenden Verbandsvertreter oder ehemalige FunktionĂ€re. HĂ€ufig geht es um die Rechte an Ticketkontingenten, FernsehĂŒbertragungsrechte sowie um die Vergabe von Austragungsorten der großen WM- und EM-Turniere. Durch Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft und Festnahmen der Schweizer Behörden im FrĂŒhjahr 2015 beginnt das bisherige stillschweigende Dulden auf Verbandsebene aufzubrechen.

Hooliganismus, Homophobie, Rassismus

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Hauptartikel

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Homophobie im Fußball

und

Rassismus im Fußball

Gesellschaftlich unterscheidet man zwischen Fußballfans und gewalttĂ€tigen Hooligans, die die Plattform der Fußballöffentlichkeit immer wieder nutzen, um Gewalt auszuĂŒben. Sie treten hĂ€ufig in grĂ¶ĂŸeren Gruppen junger Personen auf. In der Regel sind sie auch fanatische AnhĂ€nger eines Sportvereins, distanzieren sich aber oft von den eigenen Fußballfans. Vor allem bei und im Umfeld von Fußballbegegnungen treffen sie auf ebenso aggressive Hooligans des gegnerischen Vereins. Bei der Konfrontation der miteinander verfeindeten Fangruppen kommt es hĂ€ufig zu organisierten und abgesprochenen gewalttĂ€tigen Übergriffen. Aufgrund der gewaltbereiten Fußballbesucher ist hĂ€ufig eine hohe Polizeibereitschaft zur Sicherung der Spiele notwendig.

Folgt man Statistiken zum Vorkommen von HomosexualitĂ€t in der mĂ€nnlichen Bevölkerung, mĂŒssten in den Bundesligen mehrere schwule Spieler spielen.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Das Fußballmagazin Rund schrieb 2006, dass statistisch gesehen „mindestens drei schwule Teams“ in den Bundesligen spielen mĂŒssten.cite-ref-25[25] WĂ€hrend mehrere Spielerinnen der weiblichen Bundesliga offen homosexuell leben, ist kein entsprechender Fall eines mĂ€nnlichen Spielers bekannt. Mehrere wissenschaftliche Arbeiten und journalistische Berichte haben dieses PhĂ€nomen seit etwa dem Jahr 2000 umfassend beschrieben und auf die homophobe Sondersituation des Profifußballs gerade auch gegenĂŒber anderen primĂ€r „mĂ€nnlich geprĂ€gten“ Spitzensportarten hingewiesen.

Rassismus im Fußball ist ein andauerndes Problem, zu dem sich das EuropĂ€ische Parlament am 14. MĂ€rz 2006 mit seiner „ErklĂ€rung zur BekĂ€mpfung von Rassismus im Fußball“ Ă€ußerte.cite-ref-26[26] Auch die UEFA verfolgt eine Null-Tolerance-Kampagne gegenĂŒber Rassismus.cite-ref-27[27]

Der Amateurfußball ist mit Gewalt, brutalen Fouls, SchlĂ€gereien, Angriffen auf Schiedsrichter und SpielabbrĂŒchen konfrontiert. Eine Studie der Leibniz-UniversitĂ€t Hannover kam zu folgendem Ergebnis: „Je schwerwiegender der Straftatbestand, desto hĂ€ufiger sind Spieler beteiligt, die nicht deutscher Abstammung sind.“ WĂ€hrend bei den deutschen Spielern die Opfer am hĂ€ufigsten andere Spieler seien, richte sich die Gewalt von Spielern mit Migrationshintergrund besonders oft gegen die Schiedsrichter. Zu Ă€hnlichen SchlĂŒssen kommt eine wissenschaftliche Untersuchung von Sportgerichtsurteilen des Instituts fĂŒr Kriminologie an der UniversitĂ€t TĂŒbingen, die fĂŒr die Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 ergeben hat, dass Spieler mit Migrationshintergrund nur etwa ein Drittel aller Spieler stellen, aber an jedem zweiten besonders schweren Fall beteiligt sind. Ein weiteres Problem sind antiwestlich, antiliberal, mitunter auch antisemitisch und antiziganistisch orientierte sogenannte „Tendenzvereine“, die teilweise gezielt als Vorfeldorganisationen aus anderen Gruppen gegrĂŒndet werden. Soziale, ethnische und weltpolitische Konflikte wĂŒrden auf dem Fußballplatz ausgetragen.cite-ref-28[28]

Doping

Siehe auch

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Doping

Das öffentliche, aber auch sportinterne Problembewusstsein fĂŒr Doping im Fußball gilt als gering.cite-ref-ard-doping-29-0[29] Dies hat unter anderem damit zu tun, dass im Fußball vergleichsweise wenig DopingfĂ€lle bekannt werden und dass einige FußballfunktionĂ€re und im Fußballbereich tĂ€tige Ärzte bis heute (2014) behaupten, Doping im Fußball mache kaum oder keinen Sinn, da Fußball keine reine Ausdauer- oder Kraftsportart sei.cite-ref-sz3406-30-0[30] Zahlreiche Sportwissenschaftler und Dopingexperten widersprechen dieser These.cite-ref-zeit20121202-31-0[31]cite-ref-32[32]

Einige Experten halten Doping im Fußball auch angesichts der gestiegenen physischen Anforderungen fĂŒr wahrscheinlich. Laut Medienberichten greifen schon junge Fußballspieler zu Wachstumshormonen und MuskelaufbauprĂ€paraten, um den Sprung in den Profibereich zu schaffen.cite-ref-ard-doping-29-1[29]

Viele Dopingexperten nehmen an, dass die Verbesserung der Ausdauer durch Einnahme von Erythropoetin (EPO) oder die Erhöhung der Kraft durch Anabolika auch fĂŒr Fußballspieler nĂŒtzlich sein könnte.cite-ref-zeit20121202-31-1[31]cite-ref-33[33] Stimulanzien wie Amphetamine, Koffein, Ephedrin, Captagon und Kokain hĂ€tten möglicherweise ebenfalls einen Nutzen fĂŒr Profi-Fußballer. Bei diesen Mitteln steht die VerdrĂ€ngung von MĂŒdigkeit im Vordergrund, was bei kurzen Ruhezeiten zwischen Spielen nĂŒtzlich sein kann. Ebenso könnte die schmerzlindernde Wirkung von Narkotika nĂŒtzlich sein.

Viele Fußballspieler nehmen prĂ€ventiv oder zum Aufrechterhalt ihrer LeistungsfĂ€higkeit, bzw. um trotz Verletzungen spielen zu können, regelmĂ€ĂŸig Schmerzmittel.cite-ref-ard-schmerz-34-0[34]

Dopingkontrollen

Systematische Dopingkontrollen wurden im Fußball vergleichsweise spĂ€t installiert und von den internationalen FußballverbĂ€nden mit unterschiedlicher Ernsthaftigkeit betrieben. Der Deutsche Fußball-Bund fĂŒhrte erste regelmĂ€ĂŸige Kontrollen ab dem Jahr 1988 ein, zunĂ€chst nur im Rahmen von WettkĂ€mpfen, ab 1995 auch im Training.cite-ref-35[35] Seitdem hat die Zahl der Kontrollen stetig zugenommen, wobei die Tests im Training zahlenmĂ€ĂŸig auf einem sehr niedrigen Niveau geblieben sind.cite-ref-sz3406-30-1[30] Die Fußballkontrollen in Deutschland werden auch aus anderen GrĂŒnden als uneffektiv kritisiert. So werden Spieler im Gegensatz zu verschiedenen anderen Sportarten grundsĂ€tzlich nicht in ihrer Freizeit kontrolliert. Auch werden vom DFB nur Urin- und keine Blutproben genommen.cite-ref-36[36] Der Dopingexperte Werner Franke bezeichnete die Fußballtests 2007 als „lĂ€cherlich“.cite-ref-sz3406-30-2[30] Auch die FIFA geriet in die Kritik, als sie sich 2009 den Bestimmungen der WADA bezĂŒglich der Meldepflicht von Athleten widersetzte.cite-ref-37[37]

Die UEFA betont, dass sie regelmĂ€ĂŸige Kontrollen sowohl bei Spielen, als auch unangekĂŒndigt beim Training der Mannschaften durchfĂŒhrt.cite-ref-38[38] Im Jahr 2009 wurden insgesamt 1500 Spieler von der UEFA kontrolliert. Bei UEFA-Jugendturnieren gibt es fĂŒr die Aktiven „Anti-Doping-Unterricht“, der die Spieler ĂŒber Gefahren und Risiken des Dopings informieren soll. Außerdem gibt es auf der Internetseite der UEFA weitere Informationen fĂŒr Fußballspieler sowie einen „Trainingsground“ mit Videos zum Thema „Doping im Fußball“.

In der deutschen Bundesliga wird derzeit (Stand: Mai 2010) an einem Spieltag bei drei Spielen kontrolliert. Dabei werden von beiden Mannschaften jeweils zwei Spieler getestet. Als einziger Fußballverband testet der DFB seit 2004 freiwillig 12,5 Prozent aller Proben auf EPO. Die Forderung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), Blutbanken von den Spielern anzulegen, mit denen man VerĂ€nderungen wie z. B. des HĂ€matokrit-Werts ĂŒberprĂŒfen kann, wird derzeit vom DFB abgelehnt. Ebenso verhĂ€lt es sich mit geforderten unangekĂŒndigten Hausdurchsuchungen.

Fußballkultur

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Hauptartikel

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Fußballkultur

Als Fußballkultur wird sowohl die feuilletonistische, oft popkulturelle BeschĂ€ftigung mit Fußball bezeichnet, wie auch PhĂ€nomene, die mit Fußball und Fanwesen in Verbindung stehen, seien es Rituale, FangesĂ€nge, Lieder, Fußballfotografie, Fußballfilme oder Fußballliteratur. Seit 2006 gibt es die Deutsche Akademie fĂŒr Fußball-Kultur mit Sitz in NĂŒrnberg, die jeden Herbst den Deutschen Fußball-Kulturpreis vergibt.

Sprache

In die deutsche Sprache hat auf dem Fußballplatz und in der Berichterstattung ein spezieller Fußballjargon Einzug gehalten. Der Jargon wird vor allem von Fußballspielern, Fußballtrainern, Fußballfans bzw. -interessierten und in Fernsehen und Rundfunk wiedergegeben. Der Fußballjargon ist als Umgangssprache eine Sondersprache, die der (hĂ€ufig vereinfachten) Kommunikation unter den Fußballbeteiligten dient. Auch dadurch findet eine Abgrenzung nach außen sowie eine IdentitĂ€tsbildung untereinander statt. Begriffe wie „die Sense ausfahren“, „bolzen“, â€žĂŒber den Ball sĂ€beln“, „einen Spieler umlegen“, „Fußballhochburg“ oder „einen Pass blind spielen“ sind typische Begriffe des Fußballwortschatzes. Hinzu werden von den Beteiligten immer wieder bekannte FußballsprĂŒche wie „Der Ball ist rund“, „Das nĂ€chste Spiel ist immer das schwerste“, „Ein Spiel hat neunzig Minuten“, „Angriff ist die beste Verteidigung“ und „Fußball ist die schönste Nebensache der Welt“ verwendet. In anderen AusdrĂŒcken spiegeln sich sportliche Trends wider: die „kontrollierte Offensive“ als Spieltaktik in den 1980er Jahren oder die „Viererkette“ als Standardformation in der Abwehr der 2000er Jahre.

Wiederum andere AusdrĂŒcke spiegeln historische Fußballereignisse wider: Als „SommermĂ€rchen“ wird rĂŒckblickend die Fußball-WM 2006 bezeichnet, „Meister der Herzen“ (ein extrem unglĂŒcklicher Vizemeister) wurde der FC Schalke 04 im Jahr 2001. „CĂłrdoba“ steht in Österreich als Synonym fĂŒr den historischen Sieg gegen Deutschland bei der Fußball-WM 1978. Ein Teil des klassischen und oft wiederholten Fußballjargons gilt in der Fußballszene selbst als abgedroschen und wird gelegentlich ironisiert wiedergegeben, belĂ€chelt oder bestraft: Ein Ausdruck dieser Haltung ist das vom Deutschen Sportfernsehen (heute Sport1) eingefĂŒhrte sogenannte Phrasenschwein, ein Sparschwein, in das TalkgĂ€ste ein Strafgeld zahlen mĂŒssen, wenn sie besonders abgedroschene Fußballphrasen von sich geben.

WĂ€hrend in vielen englischsprachigen LĂ€ndern Fußball einfach als Football bezeichnet wird, findet in den USA, in Kanada und in Australien (hier nur umgangssprachlich) der Begriff Soccer Verwendung. Der Begriff Soccer ist eine Kurzform fĂŒr association football (d. h. Fußball nach den Regeln der englischen Football Association), welcher das Spiel zu den dort als football bezeichneten Varianten abgrenzt, ursprĂŒnglich in England insbesondere zum Rugby (rugby football, auch rugger genannt), heute in den USA vor allem zum American Football, in Kanada zum Canadian Football und in Australien zum Australian Football.

Filme

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Hauptartikel

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Liste von Fußballfilmen

Im Laufe der Filmgeschichte sind zahlreiche Filme entstanden, die entweder den Fußball selbst thematisieren oder die im Umfeld von Fußballspielern (Amateuren wie Profis) spielen bzw. bestimmte Ereignisse wie eine Weltmeisterschaft abhandeln. So wurden sowohl Spielfilme (z. B. Die Angst des Tormanns beim Elfmeter, 1972 oder Das Wunder von Bern, 2003), als auch Dokumentarfilme (z. B. Deutschland. Ein SommermĂ€rchen, 2006 oder Die Mannschaft, 2014) gedreht.

Siehe auch

Literatur

‱ Christian Bartlau: Ballverlust. Gegen den marktkonformen Fußball. Papyrossa, Köln 2019, ISBN 978-3-89438-700-6.
‱ Enrico Barz: Little Black Book vom Fußball. Viley-VCH-Verlag, Weinheim 2010, ISBN 978-3-527-50528-9.
‱ Dieter Bott, Marvin Chlada, Gerd Dembowski: Ball und Birne. Zur Kritik der herrschenden Fußballkultur. VSA-Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-87975-711-9.
‱ Beatrix Bouvier (Hrsg.): Zur Sozial- und Kulturgeschichte des Fußballs. Bonn 2006. (PDF; 3,8 MB)
‱ Fabian BrĂ€ndle, Christian Koller: Goooal!!! Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Fußballs. Orell FĂŒssli, ZĂŒrich 2002, ISBN 3-280-02815-9.
‱ Horst Bredekamp: Florentiner Fußball: Die Renaissance der Spiele. Wagenbach, Berlin 2006, Neuauflage, ISBN 3-8031-2397-6.
‱ BĂŒndnis Aktiver Fußballfans (Hrsg.): Ballbesitz ist Diebstahl. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-430-8.
‱ Markus BĂŒsges, Oli Gehrs, Fons Hickmann (Hrsg.): Das Beste Spiel aller Zeiten. Ein Minutenprotokoll aus 100 Jahren Fußball. Kein & Aber, ZĂŒrich 2014, ISBN 978-3-0369-5700-5.
‱ F. F. J. Buytendijk: Das Fußballspiel. Eine psychologische Studie. Werkbund-Verlag, WĂŒrzburg 1953.
‱ Erik Eggers: Richard Girulatis. Der Mann, der die „elf Freunde“ erfand. In: Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Strategen des Spiels. Die legendĂ€ren Fußballtrainer. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-475-8, S. 37–45.
‱ Christiane Eisenberg, Pierre Lanfranchi: Football History. International Perspectives. In: Historical Social Research. Band 31 (1), 2006. (Volltext)
‱ Markwart Herzog (Hrsg.): Fußball als KulturphĂ€nomen. Kohlhammer, Stuttgart 2002, ISBN 3-17-017372-3.
‱ Gerd Hortleder: Die Faszination des Fußballspiels. Soziologische Anmerkungen zum Sport als Freizeit und Beruf. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-518-06670-6.
‱ Karl-Heinz Huba (Hrsg.): Fußball-Weltgeschichte. 1846 bis heute. Copress, MĂŒnchen 2000, ISBN 3-7679-0230-3.
‱ Ralph Köhnen: Eine kleine Anthropologie des Fußballs. Intermediale Vergleiche im Deutschunterricht. In: Michael Eggers/Christof Hamann (Hg.), Komparatistik und Didaktik. Aisthesis, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8498-1164-8.
‱ Christoph Kotowski: Fußball als Religionsersatz. Ein Vergleich mit den elementaren Formen des religiösen Lebens nach Émile Durkheim. GRIN Verlag, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-640-71581-7.
‱ Arnd KrĂŒger: Vom Ritual zum Rekord. Auf dem Wege in die Sportleistungsgesellschaft. In: H. Sarkowicz (Hrsg.): Schneller, Höher, Weiter. Eine Geschichte des Sports. Insel Verlag, Frankfurt/M. 1996, S. 82–95.
‱ Patrick KĂŒppers: Fußball, ich habe einen Traum. Über Poesie, Mythologie und Ă€sthetische Freiheit im schönen Spiel. Tectum Verlag, Marburg 2014, ISBN 978-3-8288-3416-3.
‱ Wolfram Pyta: Geschichte des Fußballs in Deutschland und Europa seit 1954. Kohlhammer, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-17-022641-8.
‱ Florian Reiter: Der Kick mit dem Ball. Die Geschichte des Fußballs. Vergangenheitsverlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-940621-06-1.
‱ Wolfgang Schlicht u. a. (Hrsg.): Über Fußball. Ein Lesebuch zur wichtigsten Nebensache der Welt. Hofmann, Schorndorf 2000, ISBN 3-7780-7250-1.
‱ Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. Schneider Verlag, 4. Auflage, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1664-5.
‱ Klaus Zeyringer: Fußball. Eine Kulturgeschichte. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-596-03587-8.

Weblinks

Commons

: Fußball

– Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Wikiquote: Fußball

– Zitate

Wiktionary: Fußball

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Linkkatalog zum Thema Fußball bei curlie.org (ehemals DMOZ)
‱ Die Spielregeln von der IFAB auf Deutsch
‱ Walter Lutz, Marco Marcacci: Fussball. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Erfolgsfaktor Zufall im Profifußball, Quantifizierung mit Hilfe informationseffizienter WettmĂ€rkte. Deutsche Zentralbibliothek fĂŒr Wirtschaftswissenschaften – Diskussionspapier 20. Jörg Quitzau, UniversitĂ€t der Bundeswehr Hamburg, September 2003.
cite-note-22. ↑ Der Spiegel, 20. Februar 2007 NUMERATOR, Fußball ist GlĂŒcksspiel, von Holger Dambeck.
cite-note-ballsportquelle-antikes-rom-33. ↑ Suetonius: De Vita Caesarum Liber II – Divus Augustus 83.1.3. Exercitationes campestres equorum et armorum statim post civilia bella omisit et ad pilam primo folliculumque transit. („Die Reit- und WaffenĂŒbungen auf dem Marsfeld gab er (Augustus) sofort nach den BĂŒrgerkriegen auf und wandte sich zunĂ€chst den Spielen mit großen und kleinen BĂ€llen zu.“) – Ob die BĂ€lle jedoch auch mit den FĂŒĂŸen getrieben wurden, ist nicht ĂŒberliefert.
cite-note-44. ↑ TepĂŒk Oyunu Hakkında Bilgi – KĂŒltĂŒrel Bellek. In: kulturelbellek.com. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 28. Oktober 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.kulturelbellek.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-55. ↑ wordorigins.com (Memento vom 8. Januar 2012 im Internet Archive), abgerufen am 12. November 2011.
cite-note-66. ↑ Zambaz, Jacques: Naissance et croissance du football en Valais (1880–1945). In: Annales valaisannes : bulletin trimestriel de la SociĂ©tĂ© d'histoire du Valais romand. 2002 (rero.ch [PDF; abgerufen am 23. Oktober 2017]).
cite-note-0-77. ↑ Felix Reidhaar: Zum 125-Jahr-JubilĂ€um des zweitĂ€ltesten Fussballklubs des europĂ€ischen Festlandes: Der St. Galler «Vorort» ein Wegbereiter des Weltfussballverbandes. In: Neue ZĂŒrcher Zeitung. 16. April 2004, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 23. Oktober 2017]).
cite-note-88. ↑ Malte Oberschelp: Konrad Koch – Der Fußballpionier. Eine kommentierte Ausgabe von ausgewĂ€hlten Originaltexten. Arete-Verlag, Hildesheim 2015, ISBN 978-3-942468-56-5, S. 7–8.
cite-note-99. ↑ Beginn des Fußball in Aachen (Memento vom 1. Juni 2013 im Internet Archive)
cite-note-1010. ↑ Hans-Peter Hock: Der Dresden Football Club und die AnfĂ€nge des Fußballs in Europa. Arete-Verlag, Hildesheim 2016, ISBN 978-3-942468-69-5, S. 15–17.
cite-note-ce-1111. ↑ Christiane Eisenberg: Fußball in Deutschland 1890–1914. Ein Gesellschaftsspiel fĂŒr bĂŒrgerliche Mittelschichten. In: Geschichte und Gesellschaft, 20. Jg., Heft 2/1994, S. 184 ff.
cite-note-1212. ↑ Hans-Peter Hock, Matthias Sobottka: Neues zu den AnfĂ€ngen des Fußballs in Deutschland. SportZeiten, 17. Jahrgang 2017, Heft 1, S. 53–71.
cite-note-1313. ↑ Mit falschem Bart halbrechts Als sich das unverkrampfte BĂŒrgertum im Abseits siezte: O wonnevolles Fußballspiel (Memento vom 7. November 2012 im Internet Archive), Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Juni 1994, Nr. 142, S. N5 Geisteswissenschaften.
cite-note-1414. ↑ Eintracht Kopftuch gegen FC United Strumpfhose. Elbe Wochenblatt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 5. November 2018; abgerufen am 5. November 2018.
cite-note-1515. ↑ „IFAB legt Torlinien-Technologie auf Eis (Memento vom 16. Dezember 2013 im Internet Archive)“, Meldung der Fifa ĂŒber die Sitzung des IFAB, bei der die Festlegung getroffen wurde, vom 8. MĂ€rz 2008 (besucht am 9. MĂ€rz 2008).
cite-note-1616. ↑ Big Count, de.fifa.com (26. Juni 2007) (Memento vom 3. Juli 2007 im Internet Archive).
cite-note-1717. ↑ Spox.de: Zuschauerschnitt der Bundesliga in der Saison 2009/10 Archivierte Kopie (Memento vom 27. September 2013 im Internet Archive).
cite-note-1818. ↑ Gerd Hortleder: Die Faszination des Fußballspiels, Frankfurt/M. 1974.
cite-note-warwitz-1919. ↑ Siegbert A. Warwitz: Lust und Frust beim Fußballspiel. Mit GefĂŒhlen umgehen lernen. In: Sache-Wort-Zahl 125 (2012) S. 4–13.
cite-note-2020. ↑ Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. Baltmannsweiler. 5. Auflage 2021. S. 88.
cite-note-2121. ↑ Erik Eggers: Richard Girulatis. Der Mann, der die ‚elf Freunde‘ erfand. In: Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Strategen des Spiels. Die legendĂ€ren Fußballtrainer. Göttingen 2005, S. 37–45.
cite-note-2222. ↑ Gerd Dembowski: Von Schwabenschwuchteln und nackten Schalkern. Schwulenfeindlichkeit im Fußballmilieu; in: Ders., JĂŒrgen Scheidle (Hrsg.): Tatort Stadion. Rassismus, Antisemitismus und Sexismus im Fußball; Köln 2002; S. 140–146.
cite-note-2323. ↑ Rainer SchĂ€fer, Oliver LĂŒck: HomosexualitĂ€t im Fußball: Warten auf das Coming-out. In: Spiegel Online. 29. Oktober 2004, abgerufen am 15. Juni 2025.
cite-note-2424. ↑ Jan Feddersen: Outing wĂ€re Selbstmord. die tageszeitung, 11. August 2006.
cite-note-2525. ↑ Oliver LĂŒck, Rainer SchĂ€fer: Ein Outing wĂ€re mein Tod. RUND, 17. Dezember 2006, S. 18 (PDF; 17,8 MB).
cite-note-2626. ↑ ErklĂ€rung des EuropĂ€ischen Parlaments zur BekĂ€mpfung von Rassismus im Fußball auf www.europarl.europa.eu, 14. MĂ€rz 2006.
cite-note-2727. ↑ UEFA platform for anti-racism campaign (Memento vom 14. April 2015 im Internet Archive), englisch, auf www.uefa.org, 18. Oktober 2013, abgerufen am 1. Juni 2019.
cite-note-2828. ↑ Gewalt im Amateurfußball faz.net, abgerufen am 29. November 2014.
cite-note-ard-doping-2929. ↑ Lorenz RollhĂ€user: Außer Kontrolle. Doping im Fußball. ARD, Mai 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 16. Dezember 2013; abgerufen am 13. Januar 2012.
cite-note-sz3406-3030. ↑ Thomas Kistner: Spritzensport Fußball. Sueddeutsche, 2007, abgerufen am 1. Oktober 2025.
cite-note-zeit20121202-3131. ↑ Malte Oberschelp: Man kann keine Sportart ausschließen. Die Zeit, abgerufen am 2. Dezember 2010.
cite-note-3232. ↑ Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 8. MĂ€rz 2015: Die große Verblendung
cite-note-3333. ↑ Lorenz RollhĂ€user: Außer Kontrolle. Doping im Fußball. ARD, archiviert vom Original am 28. April 2012; abgerufen am 2. Dezember 2010.
cite-note-ard-schmerz-3434. ↑ Hajo Seppelt, Shea Westhoff, Josef Opfermann und Wigbert Löer: Kicken mit Pillen – Schmerzmittel im Fußball. ARD, 9. Juni 2020, abgerufen am 9. Juni 2020.
cite-note-3535. ↑ Helwi Braunmiller: Schwarze Schafe und schwierige Dopingfahndung. Focus, archiviert vom Original am 13. August 2011; abgerufen am 2. Dezember 2010.
cite-note-3636. ↑ Sebastian Krause: Wir mĂŒssen draußen bleiben. Keine Dopingkontrollen daheim bei Fußball-Profis. Deutschlandfunk, archiviert vom Original am 9. August 2011; abgerufen am 2. Dezember 2010.
cite-note-3737. ↑ Frank Lehmkuhl: Fußball von Olympia ausschließen. Focus, archiviert vom Original am 27. Mai 2013; abgerufen am 2. Dezember 2010.
cite-note-3838. ↑ UEFA-Dopingreglement Ausgabe 2010. UEFA, abgerufen am 7. November 2010.